5 Dinge, auf die ich selbst bei einem Kurztrip nicht verzichten mag

Ja, der Kurztrip ist manchmal eine Herausforderung, wenn es um die Gestaltung des Reisekoffers geht. Reicht da ein kleiner Reiserucksack? Vielleicht der kleine Bordtrolley? Oder doch der große Reisekoffer mit so viel Gepäck, wie nur möglich? Man weiß es ja nie… Auf meinen vielen Städtereisen habe ich einiges darüber gelernt, was ich als Gepäck brauche und was nicht. Am Anfang meiner „Reisekarriere“ war es natürlich immer zu viel. Zwischenzeitlich wurde es zu wenig, so dass ich vor einem ernsthaften Problem stand, als plötzlich die einzige Hose, die ich mithatte, einen gigantischen Riss im Schritt erlitt 🙂 Seitdem gilt die Regel: egal wie lang die Reise auch sein mag, zwei Hosen sind Pflicht! Ein gebranntes Kind eben…

Fünf Dinge – oder besser gesagt, Kategorien von Dingen – habe ich im Laufe der Jahre selbst bei einem Kurztrip als unverzichtbar eingestuft (abgesehen von der extra Hose, versteht sich).

1. Verwaltung und Finanzen

Klingt vielleicht selbstverständlich aber ich habe beim Reisen, auch bei einem Kurztrip, immer dabei: Pass, Auslandskrankenversicherung und natürlich Flug-, Zug- oder Bustickets. Falls ich mit dem Auto fahre, die ADAC-Karte. Nicht zu vernachlässigen: Geld 😉 in Form von Bargeld und EC-Karte.

Meiner Erfahrung nach kann man im europäischen Raum immer und überall bequem mit EC-Karte bezahlen, daher hält sich mein Reisebargeld in Grenzen. Wenn mir die Tasche oder „nur“ das Portemonnaie gestohlen werden, kann ich die Karte noch sperren lassen. Geld ist bekanntlich in so einem Fall für immer weg 🙂

Über die Notwendigkeit einer gesonderten Auslandskrankenversicherung bei Reisen in Europa kann natürlich lange diskutiert werden. Laut Auskunft der Krankenkassen reicht die normale Versichertenkarte völlig aus. Na… ob das stimmt… ich weiß nicht… sicherheitshalber und weil Auslandskrankenversicherungen nun wirklich nicht teuer sind, habe ich vor ewigen Zeit eine abgeschlossen. Vielleicht ist das überversichert, vielleicht aber auch nicht… man weiß es nicht und um ehrlich zu sein, will ich das auch nicht so genau überprüfen. Ich komme gerne wieder gesund und munter von meinen Reisen wieder nach Hause 😉

Wenn die Reise außerhalb von Europa geht, ist eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung natürlich ein „must have“. Am besten als PDF auf dem Smartphone – sofern vorhanden – abspeichern, dann sucht man im Notfall nicht lange nach den Unterlagen.

Kurztrip - Katze und Trolley
Vor dem Packen nicht vergessen, die Katze aus dem Koffer zu holen 😉

2. Die moderne Technik

Dazu gehören für mich Handy und Fotokamera.

Das Handy – ob Smartphone oder nicht – ist im Ausland unerlässlich, wie ich finde. Ein Smartphone ist reichlich nützlich für mehrere Kleinigkeiten. Nein, nicht was ihr denkt… Ich telefoniere aus dem Urlaub selten und mein Kopf ist voll und ganz auf die Reise konzentriert, daher verschick ich auch selten Nachrichten oder prüfe meinen Facebook-Status 😉

Aber wer hat sich nicht schon mal in einer fremden Stadt verlaufen? Durch ein simples Foto mit dem cleveren kleinen Lebensbegleiter und Schwupps, findet jeder zurück zum Hotel. In Ländern, in denen ich nicht einmal die Schrift richtig entziffern kann – wie z.B. Russland – fotografiere ich gerne die Straßennamen. Falls ich mich verlaufe, kann ich sie jederzeit einem Taxifahrer zeigen. Er wird den Weg bestimmt besser und schneller finden, als ich verwirrter Tourist – überhöhte Gebühren müssen wohl dabei in Kauf genommen werden hehe

Die Funktion ist auch gut zu gebrauchen, um das Auto wieder zu finden – meiner Erfahrung nach wird es ohne genaue Kenntnis der Parkbucht z.B. in Brüssel enorm schwierig, seinen vierrädrigen Weggefährten wiederzufinden 😉 Wenn das Handy ein gutes GPS-System hat, umso besser funktioniert die Orientierung.

Brauch ich zur Fotokamera wirklich viel sagen? Sie muss sein 🙂 Die Bilder, die selbst Smartphones machen, erreichen nie und nimmer die Qualität einer hochauflösenden, guten Kamera. Ich persönlich finde, ein schöner Urlaub muss in guten Bildern festgehalten werden.

Klar gibt es die Theorie, dass man sich die Urlaubsorte auch einfach angucken kann und man sie so abgespeichert hat. Dennoch vergisst man leider alles sehr schnell und leicht. Ein abgespeichertes Bild vergisst nie und wird für immer die wunderschönen, vielleicht im Laufe der Zeit verschütteten Erinnerungen, wieder wachrufen.

3. Kleidung

Hierbei scheiden sich die Geister. Klar braucht man Kleidung aber wie viel? Ich gehöre zu der „goldenen Mitte“-Fraktion. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Woran erkenne ich das? Am Ende einer jeden Reise stelle ich fest, dass ich jedes Kleidungsstück getragen habe, allerdings nicht mehr als ein Mal.

Wenn ich nur einen Kurztrip mache, überlege ich mir im Vorfeld genau, welche Kleidung ich am welchen Tag tragen möchte und plane entsprechend. Ich brauche keine verschiedenen Variationen, aus denen ich spontan auswählen und entscheiden möchte. Die Entscheidung fällt bereits zuhause und verringert dadurch mein Gepäck deutlich. Bei einer längeren Reise sind die Überlegungen dann doch etwas komplizierter 😉

Kurztrip - Kaffee
Ein guter Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – auch im Zug 🙂 Außerdem kann man den ersten Reisetag direkt mit Tatkraft beginnen.

Die Wahl meiner Kleidung fällt im Frühjahr, Sommer und Herbst meistens auf einer Jacke mit mehreren Kombinationsmöglichkeiten. Ich liebe die 3-in-1-Kombinationen eines berühmten Herstellers, wobei ich auch gerne die nachgemachten Jacken trage (die es regelmäßig günstig im Angebot eines ebenfalls berühmten Kaffeeherstellers gibt).

4. Proviant für den Weg

Mit Proviant meine ich nicht die Verpflegung für die Reise zum Urlaubsort, sondern die Kleinigkeiten, die während der Urlaubstage sehr nützlich sind.

Wie ich oben schon sagte, ich mag Städtereisen sehr gerne und einen Kurztrip verbringe ich meistens damit, mit offenen Augen durch die Stadt zu wandern. Ich versuche mir in den wenigen Tagen, in denen ich vor Ort bin, so viel wie nur irgend möglich von der Stadt einzuprägen. Ja, erraten, ich bin oft sehr leicht als Tourist zu erkennen 😉

Dennoch ist ein gewisser Proviant nicht zu vernachlässigen. Eine Flasche Wasser und ein Schokoriegel sind Pflicht. Wir verbrauchen beim Laufen und Staunen sehr viel Wasser und Energie und es ist wichtig, die Reserven regelmäßig auszufüllen. Besonders im Sommer darf die Wasserflasche auch mal größer sein. Ich weiß, es ist sehr lästig, eine große Wasserflasche durch die Gegend zu tragen, aber sie kann einem den Tag retten.

5. Straßenkarte

Ja, ja, ich weiß. Smartphones mit GPS und Navigationsgeräte gibt es heute im Überfluss. Was passiert aber, wenn die Internetverbindung zusammenbricht und das Telefon findet kein Netz? Das Navi ist überfordert und weiß selbst nicht mehr, wohin?

Eine Straßenkarte von der Stadt, in der man gerade ist, kann in solchen Situationen – die zugegeben heute doch eher selten vorkommen – sehr nützlich sein. Es gibt sie auch in Miniformat, das in jede Tasche passt 🙂

 

Zum Schluss: Dieser Beitrag wurde inspiriert durch die Blogparade „Mit leichtem Gepäck“ von Alex und Birgitta vom Reiseum-Blog Vielen Dank für die gute Idee 🙂 Leider ist der Reiseum-Blog nicht mehr online. Die Blogparade war dennoch toll.

Andere Beiträge zur Blogparade, die mir sehr gut gefallen haben (die Reihenfolge ist zufällig):

  1. Stefan von On a Budget: 7 Dinge, die du im Handgepäck haben solltest, um auf Reisen Geld zu sparen
  2. Ulrike von Bambooblog Hamburg: Nur Handgepäck? Ich nicht!
  3. Deike von Cattivakat: Kurztrip nach Rom und weiter nach Sardinien
  4. Ingmar von koelnerzeilen: Minimalgepäck
  5. Michaela von Transglobal Pan Party: Was ihr auf Reisen wirklich (nicht) braucht

Zwar nicht Teil der Blogparade aber auf jeden Fall lesenswert zum Thema folgender Beitrag:


16 thoughts on “5 Dinge, auf die ich selbst bei einem Kurztrip nicht verzichten mag

  1. Martin Antworten

    Karte gehört bei mir auch immer dazu…ich hole mir meist am Airport der Stadt eine. An Kleidung habe ich keine genauen Zahlen..meist abhängig wo es hingeht: Kalt= lange Hosen, warm= Shorts 🙂

    Liebe Grüße,
    Martin

    1. Maria Antworten

      Selbst im Zeitalter der digitalen Technologie fühle ich mich ohne eine Karte unwohl 😉 Meistens kaufe ich sie von zuhause, aber im Grunde macht das nur mehr Gepäck… Hm… Sie am Flughafen zu kaufen ist echt eine gute Idee.

  2. JayJay Antworten

    Bei einem Urlaubstrip geht es ja auch um Stress abbauen. Dementsprechend gehört es für mich dazu mich vorzubereiten. Und wenn ich mangelhaft vorbereitet bin, und z.B. mein Handyladekabel oder nötige Tabletten vergesse, dann ist der ganze Kurztrip für die Füße, um es mal salopp auszudrücken

    1. Maria Antworten

      Mir geht das auch so, ja 🙂 Ich plane eine Reise – ob kurz oder lang – so genau wie möglich. Von den Sachen, die ich mitnehmen möchte, mache ich gerne vor der Reise eine Liste. So laufe ich meist keine Gefahr, etwas Wichtiges zu vergessen. Meist habe ich auch meine Tagesplanung – was ich jeden Tag auf der Reise sehen/ machen möchte – bereits grob im Kopf.
      Andererseits habe ich auch Freunde, die überhaupt nichts planen. Okay, von der Mitnahme der allerwichtigsten Sachen – Medikamente, Ladekabel – abgesehen, planen sie überhaupt nichts und sind damit gar nicht gestresst. Das „sich-treiben-lassen“ und „mal-ganz-spontan-einfach-mal-das-machen-worauf-man-gerade-Lust-hat“ ist Teil der entspannenden Wirkung einer Reise.
      Jeder geht mit seiner Reiseplanung eben anders um 😉

  3. Ulrike Antworten

    Danke für die Verlinkung!
    Was ich jetzt bei meinem Kurztrip nach Paris nützlich fand, waren Ausdrucke aus Google mpas, wo ich mir meine möglichen Weg schon eingetragen hatte. Oder auch die Umgebung vom Hotel. In den Stadtplan, den ich auch mithatte, habe ich gar nicht geguckt. GPS brauche ich sowieso nicht.

    Beste Grüße
    Ulrike

    1. Maria Antworten

      Artikel, die ich mag, nehme ich immer gerne auf 😉
      Oh! Richtig! Google-Maps-Ausdrücke sind großartig. Hab gar nicht erst daran gedacht, aber du hast völlig Recht. Damit kann man einen Stadtplan auch ersetzen und das beinahe kostelos.
      Viel Spaß noch in der Stadt der Liebe.
      Beste Grüße
      Maria

  4. Birgitta und Alex Antworten

    Hi Maria,
    die Zusammenfassung unserer Blogparade „mit leichtem Gepäck“ ist nun online!
    Birgitta und Alex

    1. Maria Antworten

      Das ist super! Herzlichen Dank Birgitta und Alex 🙂 Die Blogparade hat richtig viel Spaß gemacht.

  5. Weltentdeckerin Antworten

    Liebe Maria,

    Eine Karte nehme ich eigentlich nie mit. Ich bin sowieso ein hoffnungsloser Fall bei der Orientierung. Am besten kann ich mich noch an Ubahn-Netzen orientieren. Oft findet man auch in Hotels so kleine Wegbeschreibungen, damit komme ich auch gut klar. Am besten in Kombination mit dem Ubahnnetz. Ansonsten lauf ich einfach in die Richtung wo ich hin will. Hat bis jetzt immer funktioniert, wenn auch mit Umwegen.

    Liebe Grüße, Anja

    1. Maria Antworten

      Hallo Anja,
      spontan sein zu können, ist eine Tugend 😉 Vor einer Reise in eine fremde Stadt mach ich mir immer einen genauen Plan, wo ich hinwill und was ich besuchen möchte. Einfach loszulaufen, fällt mir extrem schwer – auch wenn ich gerne manchmal einfach darauflos laufen würde. Einfach mal so… Kopf frei machen… aber irgendwie bin ich nicht so gepolt 🙂
      Die kleinen U-Bahn-Karten, die in vielen Hotels zu finden sind, finde ich toll. Daran kann ich mich auch super orientieren.
      Liebe Grüße
      Maria

  6. Tabea Antworten

    Das ist ja ein schöner Beitrag, denn das Packen stellt mich jedes Mal vor eine Mini-Herausforderung. Diesen Sommer sind noch ein Kurztrip und eine Fahrradtour geplant.
    Für den Städtetrip werde ich mich wohl ziemlich nach dem richten, was du da aufgelistet hast. Für die Fahrradtour werde ich es wirklich noch mal drastisch reduzieren, weil der Rucksack sonst platzt/zu schwer wird. Darüber schreibe ich dann auch einen Blogpost – z.B. wie meine reduzierte Kulturtasche ausschaut und warum die Jeans zu Hause bleiben und durch Leggins ersetzt werden.

    Danke für deinen Kommentar. Eine Frage stellt sich mir da aber doch: Was bezeichnest du denn als unsere „Gattung?“

    Also ich verliere eher in der Großstadt die Orientierung, das ist für mich immer furchtbar anstrengend. Kleine Dörfer dagegen sind kein Problem und Feldwege erst recht nicht

    Liebe Grüße

    1. Maria Antworten

      Hallo Tabea,
      ich freue mich nen Keks, dass dir der Beitrag ein wenig helfen konnte. Dafür ist er ja da 😉 Bin sehr gespannt auf deinen eigenen Blogpost über die reduzierte Kulturtasche. Bei der Kleidung kann ich mich mittlerweile zurückhalten, aber meine Kulturtasche quillt immer noch über… wäre dankbar, für Tipps dagegen.

      Ja, Stadt- undLandmenschen sind sehr unterschiedlich in der Orientierungsfähigkeit, sehe ich ja auch bei mir 🙂 Unter „Gattung“ habe ich in dem Kommentar scherzhaft alle Großstadtkinder zusammengefasst.
      Liebe Grüße
      Maria

  7. Christina Antworten

    Ich habe früher auch immer viel zu viel eingepackt. Mittlerweile kann ich das besser 😀
    Proviant habe ich auch immer dabei. Da kann man echt gut sparen. Und auch bei der Karte bin ich bei dir. Die ist bei mir in Form eines Reiseführers auch immer dabei .-)
    Liebe Grüße
    Christina

    1. Maria Antworten

      Ich glaube das kommt ein wenig auch mit der Reiseerfahrung 🙂 Am Anfang weiß man ja nie so richtig, was man alles braucht und mit der Zeit lernen wir einfach, was mit muss und was nicht.
      Liebe Grüße
      Maria

  8. Trackback: „Mit leichtem Gepäck“ – die Zusammenfassung unserer Blogparade – Magazin7
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