Deutschlands politischer Knotenpunkt – drei Tage in Berlin (Teil 1)

Drei Schlagworte fallen mir ein, wenn ich an meinen Kurztrip nach Berlin zurückdenke: Berlin ist weitläufig, Berlin ist voller Geschichte und Berlin ist unglaublich vielfältig. Zusammengefasst nehme ich dem Beitrag vorweg: Berlin ist in meinen Augen eine der schönsten Städte Deutschlands (von Köln abgesehen – versteht sich von selbst *hehe*).

Vermutlich würde ich in Berlin nicht leben und wohnen wollen. Selbst mir als Großstadtkind sind die Wege zu lang und die Stadt doch etwas zu weitläufig, aber ich würde jederzeit als Besucher wieder hinfahren. Dazu sei gesagt, dass drei Tage vermutlich ausreichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden und die bekanntesten Ecken Berlins zu erforschen. Wenn man allerdings mehr sehen will, als das „Übliche“ muss vermutlich ein längerer Aufenthalt her.

1. Sightseeing aber richtig – wie entdecke ich Berlin?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man Berlin erkunden kann. Einheimische raten einem, sich in den Bus der Linie 100 zu setzen, eine Tageskarte zu kaufen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeifahren zu lassen 🙂

1.1 - Gekrönter HauptstadtbärEine andere Möglichkeit stellen die Hop-on-hop-off-Busse dar. Von dieser Möglichkeit habe ich am zweiten Tag meines Aufenthalts Gebrauch gemacht und kann sie wirklich empfehlen. Man kommt sehr leicht an allen wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei und muss sich nicht selbst durch das dichte Verkehrsnetz zurecht finden. Wenn man tatsächlich die Zeit hat, an allen interessanten Punkten anzuhalten, sich alles in Ruhe anzusehen und dann wieder zuzusteigen, lohnt sich die hop-on-hop-off Version auf jeden Fall.

Ich würde nicht überall aussteigen, aber der ein oder andere Stopp ist unerlässlich 😉 Meine Empfehlung: Potsdamer Platz, Topografie des Terrors/ Martin-Gropius-Bau, Checkpoint Charlie, Gendamenmarkt, Alexanderplatz, AquaDom/Museumsinsel, Brandenburger Tor, Schloss Bellevue. Wichtig wäre dabei, früh anzufangen, da die Busse nur bis ca. 15 Uhr fahren. Das Tagesticket für die Hauptstrecke kostet 19 Euro (Stand: Sommer 2016).

Die dritte Möglichkeit, Berlin zu erleben ist natürlich zu Fuß. Das habe ich an meinem ersten Tag in der deutschen Hauptstadt gemacht und werde mich auch in diesem Beitrag auf diesen Fußweg konzentrieren. Vorsicht! Es ist eine lange Strecke und man läuft unglaublich viel 🙂 Meiner Meinung nach wäre ich mit dem hop-on-hop-off-Bus von Anfang an besser dran gewesen – und wahrscheinlich ohne Muskelkater durch Berlin gekommen *hehe*

2. Berlin Alexanderplatz

Wie ich schon sagte, war ich am ersten Tag meiner Reise nach Berlin zu Fuß unterwegs. Es war ein langer, ein wenig anstrengender Fußmarsch durch die schöne Hauptstadt, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Berlin ist wirklich toll.

Ich begann meine Entdeckungstour der deutschen Hauptstadt am Alexanderplatz – das ehemalige Zentrum Ost-Berlins. Die Zugehörigkeit zu Ost-Berlin kann man dem Platz nicht mehr direkt ansehen, allerdings sehen die Häuserblocks drumherum schon verdächtig nach russischen Plattenbauten aus, auch wenn wirklich schön renoviert und Instand gesetzt.

Politik ist in Berlin allgegenwärtig. Am Alexanderplatz ganz prominent natürlich das Rote Rathaus. Durch die Geschichte Berlins, die Teilung und die DDR wird dem „Roten Rathaus“ häufig eine falsche politische Deutung gegeben. Allerdings bezieht sich der Name des Gebäudes nicht auf den ehemaligen sowjetischen „großen Bruder“, sondern hat ganz profan mit der rötlichen Farbe des Gebäudes zu tun.

Gebaut wurde das Rote Rathaus nämlich bereits im 19. Jahrhundert und dient seitdem als Sitz des Bürgermeisters und des Senats von Berlin.

Neben dem Roten Rathaus unübersehbar der berühmte Berliner Fernsehturm. Ende der sechziger Jahre gebaut, ist der Fernsehturm in Berlin heute noch das höchste Gebäude Deutschlands. Wer keine Höhenangst hat (wie ich…) sollte unbedingt mal auf den Turm steigen. Man sagte mir, die Aussicht wäre atemberaubend schön 🙂

Ursprünglich stand der Neptunbrunnen vor dem Berliner Stadtschloss (das leider zerstört wurde) und war ein Geschenk der Stadt an den Kaiser Wilhelm II. Der Brunnen hat beide Kriege weitgehend unbeschadet überstanden, wurde aber am Alexanderplatz verlegt, um freie Flächen zu „füllen“. Aktuell denkt man wohl darüber nach, den Brunnen nach Wiederaufbau des Schlosses, wieder seiner ursprünglichen Stelle zu versetzen.

Die evangelische Marienkirche am Alexanderplatz ist wohl die älteste noch in Gebrauch befindliche Kirche in Berlin (gebaut wurde sie 1292).

Wenn man den Alexanderplatz verlässt und auf Unter den Linden einbiegt, sieht man die schön renovierten Häuserblocks auf der rechten Seite, die offensichtlich klassische Plattenbauten sind und man wird durch sie daran erinnert, dass man sich im Osten Berlins befindet 🙂

3. Unter den Linden – die Highlights

Die allererste Sehenswürdigkeit, die einem auf dem Spaziergang zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor auf der berühmten Prachtstraße „Unter den Linden“ begegnet, ist der Berliner Dom, oder, mit vollem Namen Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. Ich war zutiefst beeindruck von dem wunderschönen Dom 🙂

Operpfarr- und Domkirche zu Berlin

Vollendet 1905 ist der Berliner Dom wohl eine der größten evangelischen Kirchen in Deutschland. Ich hatte bei einem vorherigen Besuch viel Glück und erwischte eines der seltenen Tage der offenen Türen. Aus dieser Erfahrung heraus kann ich euch sagen, dass es sich definitiv loht, den Dom von innen zu sehen. Die Eintrittspreise sind nicht himmelschreiend teuer. Erwachsene zahlen 7 Euro, ermäßigt sind die Karten schon für 5 Euro zu haben. Im Eintrittspreis inbegriffen ist auch eine 20minütige Führung über die Geschichte des Berliner Doms. Ich finde, das lohnt sich.

Der Dom ist geöffnet von Montag bis Samstag von 9:00 bis 20:00 Uhr (in der Winterzeit von November bis April nur bis 19:00 Uhr). Während der Gottesdienste und bei Veranstaltungen sind keine Besichtigungen möglich, also bitte vorab informieren. Homepage: Berliner Dom.

Der Lustgarten gehörte ursprünglich zum Berliner Stadtschloss. Direkt vor dem Lustgarten wird auch das Schloss wieder aufgebaut, was ich sehr gut finde, wenn ihr mich fragt 🙂 Die Grünwiese ist an schönen sonnigen Tagen ein beliebter Treffpunkt.

Im Hintergrund (Bild links) sieht man das Alte Museum, das die Antikensammlung der Staatlichen Museen Berlins beherbergt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist seit 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Auf dem Bild links sieht man ein Gebäude, das heute nicht mehr existiert 😉 Das Foto wurde vor etlichen Jahren aufgenommen, kurz bevor der Palast der Republik abgerissen wurde. Dieser Baukasten wurde auf das Gelände des ehemaligen Berliner Stadtschlosses erbaut, das 1950 – trotz nationaler und internationaler Proteste – abgerissen wurde (die DDR baute an der Stelle ein Aufmarschgelände…). Der Palast der Republik war Sitz der Volkskammer, wurde aber auch für zahlreiche Veranstaltungen genutzt. Wegen der hohen Asbestbelastung wurde der Kasten erst geschlossen und dann abgerissen.

An seiner Stelle tritt jetzt – wohlverdient, wenn ihr mich fragt – wieder das Berliner Stadtschloss. Zumindest die Fassade, da das Innere kein Schloss im eigentlichen Sinne mehr sein wird, sondern das Humboldt-Forum – ein Forum für Kultur, Kunst und Wissenschaft. Ich finde es dennoch gut, dass zumindest die Fassade wieder aufgebaut wird und damit ein Teil der Berliner Geschichte wieder aufleben kann.

Wer neugierig ist, kann auf Wikipedia eine Vorschau sehen, die zeigt, wie das Stadtschloss aussehen wird: Berlin Stadtschloss.

4. Brandenburger Tor – unverwechselbares Wahrzeichen Berlins

Wer kennt es nicht? Das Brandenburger Tor? Das Wahrzeichen Berlins ist genauso bekannt, wie der Eiffelturm in Paris, der Big Ben in London oder das Kolosseum in Rom. Das Brandenburger Tor steht in Berlin schon seit König Friedrich Wilhelm II. es im späten 18. Jahrhundert als Stadttor hat errichten lassen. Auf dem Brandenburger Tor steht die Siegesgöttin Viktoria in ihrem von vier Pferden gezogenen Wagen (die Quadriga). Bei dem Bau des Brandenburger Tores schaute die Göttin in Richtung Stadtschloss – was sie wohl bald wieder tun wird.

Brandenburger Tor

Im Kalten Krieg markierte das Brandenburger Tor den Übergang zwischen Ost- und Westberlin, aber das weiß vermutlich jeder 😉

Wenn man durch die zwei äußeren Torbogen geht, bemerkt man zwei Statuen, eine ganz links (Minerva) und eine ganz rechts (Mars). Die übrigen Torbogen werden durch Gemälde verschönert. Sowohl die Göttin Minerva als auch der Gott Mars sind römische Kriegsgötter (unter anderem). Minervas Statue ist leider nicht im Original erhalten, da sie im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Was man sieht, ist eine Nachbildung.

5. Politischer Knotenpunkt – Reichstag, Kanzleramt und Schloss Bellevue

1884 als Parlamentsgebäude gebaut, fand der Reichstag so gar keine Gnade in den Augen König Wilhelms. Sein Enkel, Wilhelm II. mochte das Gebäude auch nicht, musste es aber dulden. Beide Könige hatten ein großes Problem damit, dass der Reichstag mit der Kuppel (damals noch aus Stein) höher war, als das Berliner Stadtschloss.

Im Zweiten Weltkrieg wird der Reichstag schwer beschädigt und später aufwändig restauriert. Heute spielt der Reichstag die Rolle, die ihm von Anfang an zugedacht war: Er ist Sitz des Deutschen Bundestages 🙂

ReichstagsgebäudeHeute können Besucher den Reichstag besichtigen. Es gibt geführte Touren durch das Gebäude, man kann nach vorherigen Anmeldung einer Plenarsitzung beiwohnen oder auch nur die Dachterrasse und die Glaskuppel besichtigen. Am besten auf der Homepage schauen, welcher Besuch euch zusagt und welche Besichtigung eine Voranmeldung braucht: Homepage für Besucher.

Die Türme, die in den Ecken des Reichstags stehen, sind nicht zufällig zu viert. Sie standen beim Bau für die (damals) vier größten deutschen Königreiche: Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg.

Nachdem die Originalkuppel des Reichstages zerstört wurde, entschied man sich nach der Wiedervereinigung dem Gebäude wieder eine Kuppel zu geben, dieses Mal aus Stahl und Glas. 1999 wurde die heute bekannte Glaskuppel fertig.

Besuchen können die Dachterrasse und die Glaskuppel nach vorheriger Anmeldung besichtigen. Auf der Homepage finden Interessierte ein Anmeldungsformular. Ein Besuch ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich, allerdings muss man sich zwei Stunden vor dem geplanten Besuch anstellen und eine lange Schlange und viele Sicherheitskontrollen geduldig abwarten. Okay, die Sicherheitskontrollen gibt es auch, wenn man sich per Formular angemeldet hat 🙂

Die Kuppel ist täglich von 8:00 bis 24:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 23:00 Uhr). An einigen Tagen ist die Kuppel gesperrt, meist wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten. Für den Besuch stehen Audioguides bereit.

Das Kanzleramt (Bild links), von den Berlinern liebevoll auch „die Waschmaschine“ genannt, wurde 2001 fertiggestellt und steht in Sichtweite des Bundestages. Zwei interessante Fakten möchte ich hier erwähnen:

  • Dem Kanzler oder der Kanzlerin stehen nur 28qm Wohnfläche zur Verfügung. Allerdings müssen die Kanzler nicht im Kanzleramt wohnen. Angela Merkel wohnt nicht dort – wen wundert’s bei der knapp bemessenen Fläche 😉 Der Rest ist für Repräsentationszwecke reserviert.
  • Das Kanzleramt beherbergt viele zeitgenössische und moderne Kunstwerke.

Schloss Bellevue (Bild rechts) ist der offizielle Sitz des Bundespräsidenten. Allerdings ist das Gebäude nur zur Repräsentation da. Tatsächlich wohnt und arbeitet der Bundespräsident in einem kleinen, unscheinbaren und hinter Bäumen versteckten grünen Gebäude direkt neben Schloss Bellevue.

6. Die Berliner Mauer

In Berlin finden sich heute nur noch vereinzelt Mauerteile, meist als Mahnmal oder als Teil eines Museums. Dennoch ist die Mauer nicht vergessen. Eine Spur aus Kopfsteinpflaster zeigt den ehemaligen Mauerverlauf (da, wo keine Mauerreste mehr stehen).

Bild links sieht man die Spur der Mauer vor dem Brandenburger Tor.

Bild rechts zeigt Reste der tatsächlichen Mauer. Man wundert sich, wie dünn und recht niedrig sie doch war. Ich hatte sie mir immer viel imposanter vorgestellt. Andererseits war sie auch eher symbolisch, weil man vermutlich gar nicht an die Mauer herankam.

Zum Teil war der Verlauf der Mauer hochskurril – wenn ihr mich fragt. An einigen Stellen ging sie wirklich ums Eck (Bild links).

Es gibt eine beeindruckende Gedenkstätte für die Geschichte der Mauer in unmittelbarer Nähe des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“. Ich empfand eine unheimliche Schadenfreude als ich dastand und mir dachte, dass der ganze Terror letztendlich die Wiedervereinigung nicht hat verhindern können.

Hoch interessant fand ich den Standort, den die Verantwortlichen für die beiden Gedenkstätten gewählt haben. Hinter dem Dokumentationszentrum und direkt hinter der Mauer steht ein imposantes Gebäude – sieht man deutlich hinter den Mauerresten auf dem Bild rechts. Dieses Gebäude war erst Sitz der Gestapo und später der Stasi.  Ich finde den Standort klug gewählt.

Wenn ihr die Gedenkstätten besuchen möchtet, könnt ihr euch hier informieren: Gedenkstätte Berliner Mauer. Beide können kostenlos besichtigt werden, man kann allerdings für die Stiftungen etwas spenden, wenn man mag.

7. Gedenkstätten in Berlin

Wenn wir schon bei Gedenkstätten sind. Es gibt noch zwei in Berlin, die ich euch ans Herz legen möchte. Die erste mit vielen schlichten weißen Kreuzen ist denjenigen gewidmet, die bei einem Fluchtversuch an der Mauer gestorben sind. Auf einigen der Kreuze steht ein Datum kurz vor dem Mauerfall und da fragt man sich schon: waaaaarum?

Die Reihe an weißen Kreuzen steht zwischen dem Brandenburger Tor und dem Reichstag, genau in der Kurve auf der rechten Seite. Ihr müsst genau hingucken, da ich fast daran vorbei gelaufen wäre. Die großen und imposanten Gebäude drumherum rauben einem ein wenig den Blick.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat mich sehr beeindruckt. Vom Brandenburger Tor nach rechts abbiegen und bald kommen die unterschiedlich geformten Steine ins Blickfeld, direkt gegenüber der US-Botschaft. Kein Stein ist wie der andere, weil kein Opfer wie das andere ist und die Wege zwischen den Steinen haben unterschiedliche Höhen und Tiefen. Man kann sich richtig darin verlieren. Ich jedenfalls war beeindruckt.

Man kann das Mahnmal kostenfrei besuchen. Es gibt auch verschiedene Führungen, von kostenfrei bis kostenpflichtig. Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei. Ihr könnt euch hier genau informieren: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

8. Was fehlt?

Ich bin sicher, ihr werdet in dem Beitrag einiges vermissen. Ich mach mal eine kurze Liste. Falls ein sehr wichtiges Highlight von Berlin auf der Liste fehlt, bitte ergänzt sie in den Kommentaren 🙂

  • Potsdamer Platz
  • Die Hakeschen Höfe
  • Gendarmenmarkt
  • Checkpoint Charlie
  • Siegessäule
  • Gedächtniskirche
  • Schloss Charlottenburg

Hätte ich hier alles aufgenommen, wäre dieser Beitrag unendlich lang geworden, also habe ich mich entschieden, den Artikel über Berlin in zwei Teile zu schreiben, so dass keine der Sehenswürdigkeiten zu kurz kommt. Wäre sonst sehr schade um die ganze Schönheit.

Fazit

7.1 - Fernsehrturm und KircheIch mag Berlin sehr gerne zum Reisen. In der sehr weitläufigen Stadt wohnen und arbeiten, ist natürlich was völlig anderes, aber als Besucher bekommt man richtig was geboten 🙂 Um einen guten Überblick zu bekommen, würde ich eine mindestens dreitägige Reise empfehlen. Am ersten Tag würde ich mich tatsächlich mit den hop-on-hop-off-Bussen durch die Gegend fahren lassen, damit ein guter Eindruck über die Entfernungen und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entsteht. Wahlweise kann man sich auch mit einer Kutsche gemütlich durch das Zentrum Berlins fahren lassen – ist nur eine Kostenfrage.

Am zweiten Tag würde ich Berlin zu Fuß erkunden und vielleicht von den abgetretenen Pfaden ein wenig abweichen, die vielen kleinen Läden erkunden, die stadttypischen Köstlichkeiten genießen oder einfach einen guten Döner verspeisen – ich garantiere, die Berliner machen einfach die besten Döner weit und breit. Na ja… sie haben’s ja auch erfunden *hehe*

Am dritten Tag würde ich einen Ausflug nach Potsdam zu den Schlösser Friedrichs (Sanssouci, Neues Palais) und einen Besuch in Schloss Charlottenburg in Berlin empfehlen. Alle drei Schlösser sind für Interessierte wunderschön.

Zum Schluss ein Wort der Warnung: Die süßen und beliebten runden Teigwaren mit Marmeladenfüllung (Berliner) heißen in Berlin natürlich nicht Berliner, sondern Pfannkuchen. Wenn man in der Bäckerei nach Berliner fragt, erntet man immer ein amüsiertes Schmunzeln 😉

Buchempfehlung: Literatur zum Reisen

Schönes über Berlin in der Bloggerwelt: Es gibt drei Artikel über Berlin, die ich euch ans Herz legen möchte:

  1. Nina nimmt euch mit auf einer Tour durch Berlin Mitte.
  2. Zugvogelmädchen hat auf ihrem Blog echte Insidertipps für Berlin-Reisende.
  3. Es gibt in Berlin ein SpyMuseum… unglaublich 🙂 Philipp erzählt darüber.
  4. Steffanie von TravelMoments zeigt euch wunderschöne Street Art in Berlin.

24 thoughts on “Deutschlands politischer Knotenpunkt – drei Tage in Berlin (Teil 1)

  1. Christina

    Berlin ist schon eine sehr schöne Stadt. Letzten Sommer war ich auch mal wieder da und hab mir richtig viel angeschaut. Hatte auch ein straffes Programm, aber es hat sich gelohnt. Schöne Zusammenfassung, bin gespannt auf den zweiten Teil 🙂
    Viele Grüße
    Christina

    1. Maria

      Mein Programm war auch sehr voll. Zuhause habe ich dann zwei Tage erstmal Erholung gebraucht 😉 Aber ich finde, es lohnt sich. Berlin hat so viel zu bieten und in der kurzen Zeit, in der ich da war, wollte ich einfach so gut wie alles sehen. Und dabei ist mir immer noch so viel entgagnen – wie die Potsdamer Schlösser.
      Viele Grüße
      Maria

  2. […] liebe Berlin mit seiner Vergangenheit voller Geschichte, der bewegten Gegenwart und hochspannenden Z... faszinationeuropa.de/2016/11/24/zusammenfassung-blogparade-europaeische-traumziele
  3. Karin Spiegl

    Hi Maria,

    mein erster Besuch in Berlin hat vor einigen Jahren sehr ähnlich ausgesehen 🙂

    Beim nächsten Mal möchte ich unbedingt auch die Schlösser besichtigen, vor allem im Frühjahr/Sommer ist es dort sicher richtig toll.

    Ich fand auch eine Spree-Rundfahrt ziemlich lustig und das DDR-Museum hat auch einiges zu bieten.

    LG Karin

    1. Maria

      Die Schlösser sind natürlich wunderschön, da könnte ich richtig lange schwärmen – auch wenn sie eher preusische Funktionalität als französischer Prunk oder britische Nüchternheit ausstrahlen. Letztes Mal habe ich es leider nicht zu den Schlössern geschafft, aber ich hoffe sehr, nächstes Mal eine Runde zu drehen.
      Eine Rundfahrt auf der Spree habe ich auch noch nie gemacht… und das DDR-Museum – okay, alles klar, ich seh schon, ich muss wieder nach Berlin 😉
      Liebe Grüße
      Maria

  4. Annika

    Liebe Maria,
    ui, da hast du ja schon einige Berlin Highlights aufgelistet. Ich war in den letzten Jahren irgendwie immer nur dienstlich in unserer Hauptstadt und hatte da meist dann keine Zeit zum Sightseeing – eigentlich sehr schade, denn Berlin hat so viel zu bieten. Ich war vor Jahren mal mit meiner Mama dort, da waren wir abends in so nem lustigen Theaterstück. Ich finde ein Musical- oder Theaterbesuch gehört auch zu einem Berlin Kurztrip dazu oder?
    LG Annika

    1. Maria

      Unbedingt. Ich wollte schon immer mal in den Quatsch-Comedy-Club, als der noch in Berlin lief, aber die Show war leider immer ausverkauft 🙁
      Schade, dass die beruflichen Verpflichtungen dich davon abhalten, Berlin zu genießen. Die Stadt ist touristisch wirklich ein Highlight, wie ich finde. Es gibt so viel zu sehen. Vielleicht schaffst du es mal, privat nach Berlin zu reisen. Ich empfehle einen Trip, der mindestens drei Tage dauert, um eventuell noch Potsdam und die Schlösser zu sehen (wobei nicht jeder so ein Schloss-Fimmel haben muss, wie ich…).
      Viele Grüße
      Maria

  5. Sabine

    Schöner Artikel, der alle Erstreisenden mit den wichtigsten Basics und geschichtlichen Hintergründen versorgt. Kommt teilweise auf Blogs zu kurz, daher habe ich mich gefreut, dass ich all mein Wissen auf deiner Seite auffrischen konnte! Danke! 🙂

    1. Maria

      Immer wieder gerne, Sabine 😉 Auf deutschprachige Blogs kommt Berlin tatsächlich zu kurz, sehe ich auch so. Vermutlich weil es eben direkt vor der Tür ist und irgendwie nicht so ganz als attraktiv empfunden wird? Man weiß es nicht… daher habe ich gleich zwei Artikel geschrieben *hehe*
      Viele Grüße
      Maria

  6. Barbara

    Mir gefällt Berlin sehr gut, vor allem diese Energie, die vielen unterschiedlichen Menschen und das Getümmel. Ich versuche, mindestens einmal im Jahr dort zu sein, manchmal schaffe ich es nicht, dieses Jahr war ich schon 2x dort. Früher habe ich ausländischen Kunden die Stadt gezeigt und hatte mein Programm (inkl. Buslinie 100), um innerhalb eines einzigen Tages die Top-Sehenswürdigkeiten abzuklappern (das habe ich vor zweieinhalb Wochen etwas aktualisiert mit einem Freund gemacht, der aus Zentralasien angereist war), aber normalerweise schaue ich mir was spezielles an, oder ich bummle und lasse mich treiben.

    Je nach Wetter und Laune hat die Stadt so viel zu bieten – allein für die Museen könnte man wahrscheinlich ein Jahr bleiben… Genau wie Du erlebe ich Berlin gerne zu Fuß auf langen Märschen, und ab und zu fahre ich dann doch eine Strecke mit S-Bahn o.ä.

    Wenn ich mal wieder in die Sehenswürdikeiten eintauchen will, dann so ähnlich wie Du; auch vor 2 Wochen haben wir (nach der Mauer) am Alexanderplatz angefangen, sind auf den Fernsehturm hoch (das lohnt sich!!!) und dann weiter gelaufen bis zum Brandenburger Tor. Dann ist man eigentlich schon fertig im Sinne von kaputt und angefüllt mit Eindrücken. 🙂

    Schöner Bericht. Deine Tipps und Eindrücke sind klasse und machen Lust, wieder hin zu fahren. Und natürlich „Pfannkuchen“ zu essen! 😉

    1. Maria

      Pfannkuchen… 😀 Ich erinnere mich lebhaft an den Tag, als ich zum ersten Mal in Berlin war und einen „Berliner“ haben wollte. Man grinste mich an und belehrte mich auf typisch berlinerischer Art – sehr sympatisch – dass „Berliner“ in Berlin nun mal anderes heißen *hehe*
      Berlin zu Fuß ist unglaublich weitläufig, auf jeden Fall und ich bummel gerne vom Alexanderplatz bis zum Bundestag, die Strecke steckt immer wieder voller Überraschungen.
      Auf den Fernsehrturm werde ich mit meiner Höhenangst wohl nie steigen, aber ich bin absolut sicher, dass sich das mehr als nur lohnt.
      Von den Museen fehlen mir noch eine ganze Reihe… leider ist dafür immer so wenig Zeit.
      Liebe Grüße
      Maria

  7. Kathi

    Liebe Maria,
    was für ein schöner Beitrag, vielen Dank dafür. Ich selbst bin gebürtige Kölnerin und vor 3 Moanten berufsbedingt in die Hauptstadt gezogen. Im Vorfeld haben wir aber genau die genannten Punkte abgeklappert und ich weiss noch wie beeindruckt ich von Berlin war und bin. Es sind diese Weitläufigkeit und besonders die Internationalität, die diese Stadt so besonders machen.
    Ich bin immer noch schwer beeindruckt vom Mahnmal, das einem tatsächlich einen Schauer über den Rücken jagt.

    Deine Tipps kann ich bestätigen und würde sie genauso für einen ersten Berlinbesuch empfehlen. 😉

    Viele liebe Grüsse
    Kathi

    1. Maria

      Hallo Kathi,
      ich bewundere jeden, der in Berlin leben kann 😉 Ich bin nur gerne als Tourist da und auch wenn ich dieselben Sehenswürdigkeiten immer und immer wieder sehe – ich sehe sie ja nicht jeden Tag. Mit dem Kölner Dom ist es ja auch so, wenn man jeden Tag daran vorbei läuft, sieht man seine Schönheit gar nicht mehr. Als Reisende sieht mich Berlin allerdings immer mal wieder, hoffentlich nächstes Jahr wieder für eine kurze Reise… Es gibt noch eine lange Liste an Sachen, die ich sehen oder machen will.
      … und ich freue mich immer wieder, wenn ich einen Reiseweg gefunden habe, der allen einen guten Eindruck der Stadt vermittelt.
      Viele Grüße
      Maria

  8. Stefanie | Comfortzoneless

    Liebe Maria,
    wenn mich auf Reisen andere fragen, was sie von Deutschland unbedingt gesehen haben sollten, dann ist es ganz klar die Hauptstadt. An ihr lässt sich die Geschichte ablesen. Berlin steckt voller Vielfalt, je nachdem welchen Stadtteil man besucht. Kunstbegeisterte, Geschichtsfreaks und Shoppinglustige kommen hier auf jedenfall auf ihre Kosten.
    Dein Beitrag liest sich sehr schön – vor allem aus der Ferne. In einem Artikel von mir über das Gedränge und die Menschenmassen in New York City wurde in den Kommentaren erwähnt, dass Berlin auch sehr hektisch und schnelllebig sein kann. Um das zu beurteilen, war ich bisher wahrscheinlich immer zu kurz dort. Ob ich in Berlin leben könnte? Wohl bleibt es eine Stadt, die ich gern besuche.

    Schöne Grüße aus New York,
    Stefanie

    1. Maria

      Oh! Du bist gerade in fernen Ländern – dann kannst du ja perfekt Botschafterin spielen 😉 Danke für die lobenden Worte!
      Ich weiß nicht genau, ob Berlin voll und hektisch bezeichnet werden kann. Bei schönem Wetter und während der Ferien bestimmt… besonders um die Sehenswürdigkeiten herum, kann es an Spitzenzeiten sehr voll werden. Ich war mal Mitten im Sommer da und es herrschte wirklich Chaos (im Vergleich zu meinem Besuch kurz nach Neujahr, da stand das Brandenburger Tor ganz verlassen da – ein setenes Bild). Dadurch, dass Berlin allerdings sehr breite Straßen und Plätze hat – zumindest ist das in der Innenstadt so – fallen die Touristenmassen nicht so stark auf. Ich fand es auch im Sommer noch angenehm. Da habe ich auch ganz andere Erfahrungen gemacht…
      Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit in New York.
      Beste Grüße
      Maria

  9. Götz A. Primke

    Ein cooler Artikel, schöne Fotos, tolle Reise. Jetzt hab ich richtig Lust, da auch hinzufahren. Ach Quatsch, ich bin doch Berliner. Schönen Dank für den Blick auf meine Heimatstadt. Ja, Du hast noch sehr viel vergessen. Fahre doch mal nach Spandau, besichtige die Zitadelle, leg Dich an die Havel und geniesse das Leben.

    1. Maria

      Es ist eine sehr große Ehre für mich, wenn Einheimische sagen, ich habe gute Tipps zusammengestellt 😉 Vermutlich gibt es noch 1000 Ecken, die ich in Berlin noch nicht gesehen habe, aber ich habe auch vor, auf jeden Fall wieder in die Hauptstadt zu fahren, also gibt es bestimmt Gelegenheiten, die geheimen Tipps zu erkunden – auch Spandau (da war ich noch nie…).
      Liebe Grüße
      Maria

  10. Hartmut

    Hallo Maria,
    jetzt bekomme ich total Heimweh… 8 wunderschöne Jahre habe ich in Berlin gelebt, das meiner Meinung nach eine großartige Stadt ist. Ich bin überzeugt, dass du gut dort leben könntest. Die Tour, die du oben beschrieben hast, kenne ich natürlich nur zu gut. Berlin hat sich über die Jahr sehr verändert, und ich meine, dass sie Anfang der 90er Jahre kurz vor und dann vor allem nach dem Mauerfall eine einzigartige Atmosphäre hatte. Heute gleicht Berlin schon eher anderen Hauptstädten auf dieser Welt. Die Berliner „Herzlichkeit“, sprich die „Berliner Schnauze“ ist allerdings einzigartig und so anderswo nicht anzutreffen… was manchmal auch gut so ist!
    Ich liebe Berlin mit allen seinen Problemen und Schwächen, eine wie ich finde ECHTE Stadt, in die wir jedes Jahr mehrmals fahren, um Familie zu besuchen. Sollten wir jemals wieder nach Deutschland zurückkehren, dann muss es wohl Berlin sein!

    Bin ja schon gespannt, wie du Berlin sonst noch so erlebt hast. Die Aussicht vom Alex kann ich nur empfehlen. Nur leider ist es inzwischen sehr teuer geworden. Die Aussicht von der Reichstagskuppel ist ja auch nicht schlecht finde ich. Falls du noch ein paar Tipps für deinen nächsten Berlinbesuch brauchst, kannst du auch mal bei uns vorbeischauen, ein paar Beiträge zu Berlin wirst du da finden.
    Gruß aus dem hohen Norden,
    Hartmut

    1. Maria

      Hallo Hartmut,
      oh! Ein Kommentar aus der Ferne – wie fern denn? Ich guck mich auf jeden Fall mal bei euch um, wenn ich wieder in Berlin sein sollte – dabei hoffe ich wirklich, in eine nicht allzu ferne Zukunft wieder die Hauptstadt besuchen zu dürfen. Einige Ecken von Berlin, wie der Potsdamer Platz und so, kenne ich auch noch als Baustelle und jetzt als fertiger Platz (hast du Teil 2 meines Artikels schon gesehen?) aber irgendwie finde ich die fertige Version doch schöner 😉
      Was ich unbedingt wieder besuchen möchte, sind natürlich die schönen Schlösser rund um Berlin, auch wenn ich weiß, dass ich keine Fotos schießen darf, oder zumindest keine Bilder veröffentlichen. Und natürlich die Museen.
      In der Reichstagskuppel war ich auch und fand es toll!
      Viele Grüße
      Maria

  11. Nathalie

    Liebe Maria, vielen Dank für deine tollen Tipps. Ich werde die Liste zur Hand nehmen wenn wir mit unseren Kindern mal einen Städtetrip nach Berlin machen. Gerade mit Kindern finde ich die Hop-on-hop-off Busse eine tolle Abwechslung. Lg Nathalie

    1. Maria

      Au ja! In den Hop-on-hop-off Bussen waren sehr viele Familien mit Kindern. Ist vermutlich auch aufregender und interessanter für die Kleinen, als lange Wege zu Fuß… Berlin ist für Kinder auch garantiert sehr schön, wobei es vermutlich auch immer ein wenig auf das Alter der Kinder ankommt. Andererseits ist die Stadt so vielfältig, dass man immer etwas Schönes zu tun findet 😉
      Viele Grüße
      Maria

  12. Christin

    Hallo Maria,

    ich war letztes Jahr ein paar Wochenenden in Berlin und habe erst dann erfahren, wie schön die Stadt ist. Vorher hat mich Berlin nie richtig interessiert. Ich empfehle übrigens die Fortbewegung mit dem Fahrrad. Ich finde, so (und zu Fuß) kann man eine Stadt am besten erkunden. Dann hat man nicht nur ein paar zusammenhangslose Flecken zwischen U-Bahn- oder Busstationen, sondern das ganze Bild. Und oft verirrt man sich auch in schöne Ecken, in die man mit anderen Verkehrsmitteln gar nicht gekommen wäre.
    Berlin ist auch sehr angenehm zum Fahrrad fahren, finde ich. Die Stadt ist flach und es gibt überall gut ausgeschilderte Fahrradwege.
    Vielen Dank auch für die vielen Hintergrundinformationen. Den Mauerverlauf sollte ich das nächste Mal auch ablaufen, das finde ich sehr interessant.

    Viele Grüße
    Christin

  13. Maria

    Liebe Christin,
    ich fand den Mauerverlauf mit das Faszinierendste an ganz Berlin. Wenn man sich besonders anschaut, wie die Mauer tatsächlich verlaufen ist, kann man nur noch staunen.
    Leider bin ich nicht so der Fahrrad-Mensch, ich laufe oder fahre lieber, aber wenn ich eine neue Stadt besuche, bin ich immer gerne zu Fuß unterwegs. Ich finde, so kann man die Stadt am besten erkunden. Heute ist es ja mit den guten Straßenkarten oder GPS toll, da habe ich keine Angst, mich zu verlaufen 😉
    Viele Grüße
    Maria

  14. […] blieben stehen. Es ist eine beeindruckende Kulisse, ähnlich wie bei der Gedächtniskirche in Berlin... faszinationeuropa.de/2017/09/28/hannover-und-der-rote-faden

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