Der Japan-Tag in Düsseldorf

Für alle Neugierigen und Kurzentschlossenen sowie für alle, die zufällig gerade NRW besuchen, möchte ich hier eine kurze Zusammenfassung des Japan-Tags in Düsseldorf erstellen, so wie ich ihn 2014 erlebt habe. An einem sonnigen, warmen Maitag kam ich der japanischen Kultur so nah, wie noch nie 🙂

1. Was ist der Japan-Tag?

Der Japan-Tag findet jedes Jahr in Düsseldorf statt – ja, die von Köln auch gesehen „böse Stadt“ 😉 Dennoch lohnt sich ein Besuch. Düsseldorf hat durchaus seine Reize (und ich meine damit nicht nur die Autobahn nach Köln *hehe*).

Seit 2002 organisieren die beiden Partnerregionen Nordrhein-Westfalen und die Präfektur Chiba ein Fest am Rheinufer in Düsseldorf. 2016 wird der Japan-Tag am 21. Mai stattfinden und wenn ihr euch ein wenig für Japan interessiert, lege ich euch die Veranstaltung gerne ans Herz.

Aus Erfahrung würde ich euch empfehlen, den Japan-Tag mit einem Besuch im wunderschönen Ekō-Haus und nicht direkt am Rheinufer zu starten. Man bekommt ein typisch japanisches Haus zu sehen, kann einen wunderschönen Garten bewundern und sich mit der japanischen Kultur ein wenig vertraut machen – so gut es eben geht hier im Westen…

Das Ekō-Haus (Japan-Haus) in Düsseldorf bietet das ganze Jahr über Veranstaltungen und Kurse zum „Land der aufgehenden Sonne“ und insbesondere zur Buddhistischen Religion, am Japan-Tag ist der Eintritt frei.

Link zur Homepage: Ekō-Haus.

Bei schönem Wetter kann man sich eine gefühlte Ewigkeit in diesem wunderschönen Garten aufhalten. Wobei die Gartenanlage gar nicht so groß ist, dafür aber sehr gepflegt und sehr „japanisch“, vom kleinen Teich bis zu den Blumenbeeten. Mit ein wenig Phantasie könnte man sich gut vorstellen, tatsächlich in Japan zu sein. Die Atmosphäre am Ekō-Haus ist auch eher ruhig und besonnen, was sich später, am Rheinufer, schlagartig ändert.

2. Japan-Tag am Rheinufer

Nach dem Besuch im Ekō-Haus geht es weiter zum Rheinufer – ich empfehle mit Bus und Bahn 😉 Autos kommen da recht schnell an ihre Grenzen, da alles sehr voll ist. Am Rheinufer angekommen, habe ich mir erst eine kleine (oder große, je nach Perspektive) Stärkung in Form von Forzen Joghurt mit Smarties und Schokocreme gegönnt. Ich kann es nur empfehlen, auch wenn ich den Becher nicht wirklich ganz essen konnte. Die Portion war riesig 🙂

Nach der Stärkung ging es munter weiter. Am Rheinufer finden jede Menge Veranstaltungen statt, von Demonstrationen japanischer Kampfkunst bis hin zum klassischen japanischen Tanz. An vielen Ständen kann der geneigte Tourist im eigenen Land japanische Mitbringsel kaufen oder zum Teil auch selbst gestalten. An einem Stand kann man auf Schriftrollen in klassischer japanischer Kaligraphie den eigenen Namen schreiben oder einen Kimono anprobieren (wie auch kaufen).

5 - KimonoAn einigen Ständen kann man natürlich auch japanische Kleidung kaufen, traditionelle wie auch modernere. Die Preise sind sehr unterschiedlich und ich erinnere mich, dass der Kimono, den ich auf dem Bild anhabe, recht kostspielig war 🙂 Zu kaufen findet man aber nicht nur Kimonos, sondern auch Stirnbänder mit japanischen Symbolen, diese interessanten quadratischen Sandalen, die zu Kimonos getragen werden sowie Tatamis.

Übrigens gibt es zwei Arten, einen Kimono zu knoten: den Alltagsknoten und den Trauerknoten (den man schnürt, wenn jemand in der Familie verstorben ist). Auf dem Bild trage ich den „falschen“ Knoten, da mir die Schnürmethoden erst danach erklärt wurden.

Wenn ihr den Japan-Tag besucht, müsst ihr euch auf sehr viele Anime- und Manga-Fans gefasst machen, die in Kostümen herumlaufen. Einige dieser Kostüme sind wunderschön verarbeitet und es ist ein Genuss, ihnen zuzugucken. Noch interessanter wird es, wenn man weiß, was als Inspiration für das Kostüm gedient hat 😉

Außerdem ist es an den meisten Ständen sehr voll, also macht euch auf Wartezeiten gefasst.

3. Abschluss eines lehrreichen Tages – Feuerwerk am Rhein

6 - SonnenuntergangDer Abschluss des Japan-Tages bildet immer ein gigantisches Feuerwerk. Zwischen dem Besuch der Stände und der Veranstaltungen am Rheinufer empfehle ich ein gutes Essen und eine entspannte Zeit am Rhein, da das Feuerwerk erst gegen Mitternacht startet und die Zeit lang werden kann.

Dennoch würde ich darauf achten, früh am Rheinufer zurückzukommen, da der Zugang irgendwann wegen Überfüllung geschlossen wird. Klar kann man das Feuerwerk auch von weiter weg sehen, aber am Ufer ist es doch am schönsten und kann am besten bewundert werden.

Bevor das Feuerwerk losgeht, kommen erst die Boote und platzieren sich in strategisch günstige Positionen. Ich weiß nicht, was ein Ticket auf dem Bötchen für das Feuerwerk kostet, aber ich kann fast sicher behaupten, dass sich das nicht lohnt. Vom Rheinufer her hat man einen phantastischen Blick auf das Feuerwerk. Allerdings sind die Boote mit ihren Bunten Lichter doch schön anzugucken 🙂

Fazit

Mir hat der Japan-Tag in Düsseldorf sehr viel Spaß gemacht und werde die Veranstaltung früher oder später auch wieder8 - Grande Finale besuchen. Von Köln aus ist es ja nur ein Katzensprung.

Besonders da ich wegen der langen Wartezeit nicht die Gelegenheit hatte, meinen Namen auf einer Schriftrolle in Kaligraphie zu schreiben. Das will ich unbedingt nachholen 🙂

Da Samstag schönes Wetter sein soll, kann ich euch einen Besuch in Düsseldorf ans Herz legen. Es macht sehr viel Spaß, so gut es eben geht, von Deutschland aus in diese exotische Kultur einzutauchen.

Link zur Homepage: Japan-Tag NRW.


10 thoughts on “Der Japan-Tag in Düsseldorf

  1. the travelogue (by Anna & Vanessa) Antworten

    Hallo Maria,
    toller Artikel! Wir nehmen es uns jedes Jahr vor zum Japan-Tag nach Düsseldorf zu fahren (zumal wir am Niederrhein wohnen, haha), aber irgendwie hat es leider noch nicht geklappt 🙁 Aber dein Artikel macht richtig Lust drauf.
    Liebe Grüße, Anna & Vanessa

    1. Maria Antworten

      Hallo Anna und hallo Vanessa,
      es freut mich sehr, dass euch der Artikel gefällt 🙂 Ich kann euch den Japan-Tag nur ans Herz legen. Besonders das Feuerwerk am Schluss ist grandios! Vorausgesetzt, man erwischt gutes Wetter. Für 2017 drück ich euch die Daumen, dass es letztendlich doch noch klappt mit dem Besuch zum Japan-Tag.
      Liebe Grüße
      Maria

  2. Renate Antworten

    Liebe Maria,

    den Japantag muss ich mir auch mal anschauen. Vor Kurzem haben wir uns die japanischen Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf angeschaut. Es war sehr beeindruckend. Gerade das Ekō-Haus hat mir sehr gut gefallen. Auch der japanische Garten im Nordpark ist sehr sehenswert. Im Park waren auch bei uns einige Mangafans unterwegs, die sich in ihren Kostümen (sagt man so?) vor der Kulisse fotografieren ließen.

    Liebe Grüße
    Renate

    1. Maria Antworten

      Hallo Renate,
      beim Japan-Tag laufen sehr viele Manga- und Anime-Fans in ihren Kostümen herum. Es ist ein Vergnügen, die teilweise sehr fantasievollen und bunten Kostümen zu beobachten und dabei am Rheinufer ein Frozen-Yoghurt zu mampfen 😉 Kann ich nur empfehlen.
      Dass es einen japanischen Garten im Nordpark gibt, wusste ich gar nicht. Ich muss noch einmal nach Düsseldorf.
      Liebe Grüße
      Maria

  3. Peggy Antworten

    Hallo Maria,
    ein sehr gelungener Bericht über den Japantag. Obwohl ich in Düsseldorf wohne war ich noch nie dort. Mir war es einfach zu voll. Es scheint sich aber doch zu lohnen. Werde es mal für 2017 ins Auge fassen. 🙂

    Viele Grüße
    Peggy

    1. Maria Antworten

      Hallo Peggy,
      Danke 🙂 Ja, es ist an vielen Stellen sehr voll und eng. Dennoch fand ich den Besuch sehr lohnend und es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Nur das Sightseeing hat bei mir damals nicht geklappt, aber für dich als Düsseldorferin ist das ja auch nicht das Thema.
      Viele Grüße
      Maria

  4. Sabine Antworten

    Da wollte ich schon immer mal hin und habe es bisher nicht geschafft. Danke, dass du mir Eindrücke davon gezeigt hast.
    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Maria Antworten

      Vielleicht schaffst du es nächstes Jahr. Es lohnt sich, der Japan-Tag ist ein Erlebnis der besonderen Art. Zumindest habe ich den Besuch so empfunden 😉
      Viele Grüße
      Maria

  5. Zypresse Antworten

    Ja, der Japan Tag lohnt in jedem Fall einen Besuch. Auch wenn es voll ist, die Stimmung ist recht entspannt und es gibt sooo viel zu sehen.

    Im Eko Haus gibt es im übrigen immer wieder einmal eine japanische Teezeremonie, Termine stehen auf deren Homepage, Anmeldung ist erforderlich. Aber es lohnt sich!

    1. Maria Antworten

      Als ich beim Japan-Tag war, wollte ich auch zur Teezeremonie im Eko Haus, kam aber wegen Stau leider viel zu spät und die letzte Vorstellung war vorbei 🙁 Vielleicht muss ich einfach nächstes Jahr nochmal hin – mit dem Zug, versteht sich.
      Viele Grüße
      Maria

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