Ein Date in Amsterdam

Die liebe Christine von 1.000 schlechte Dates – ein Blog, den ich immer wieder gerne lese – hat sich auf meine Bitte hin hingesetzt, und von einem romantischen Wochenende in Amsterdam erzählt. Ich möchte euch diese Geschichte auf keinen Fall vorenthalten und sage ein großes Dankeschön an Christine für diesen tollen Beitrag.

Hallo ich bin Christine von 1.000 schlechte Dates und ich schreibe hier bei FaszinationEuropa über ein ganz besonderes Date das ich einmal hatte. Ich bin mal spontan mit einen Typen in die wunderschöne Stadt Amsterdam gefahren und mir wurde die Möglichkeit gegeben hier bei Faszination Europa meine Eindrücke und das tolle Date wiederzugeben.

Ich war schon einige Wochen mit Markus zusammen und er war eine Mischung aus Holländer und Österreicher und total lieb. Seine Oma lebte noch in Holland, der Rest der Familie lebte hier. Der letzte Herbst war ja wundervoll und die Sonne schien bei mir zum Wohnzimmerfenster hinein. Wir stellten beide fest das der 3. Oktober ein Freitag war und wir ein langes Wochenende hatten. Aus spaß meinte ich zu ihm: „Los komm, wir fahren nach Holland. Wir besuchen deine Oma und essen Käse.“ Er lachte nur und meinte: „Du kommst auf Ideen.“

Am Abend rief er mich dann plötzlich an und meinte: „Deine Idee geht mir nicht aus dem Kopf, lass uns fahren.“

Wir beschlossen allerdings nicht zu seiner Oma zu fahren, sondern er wollte mir Amsterdam zeigen.

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Wir fuhren Donnerstagabend los und fuhren in die Nacht hinein. Irgendwann gegen 2 Uhr nachts kamen wir im Hotel an und fielen tot müde in die Betten.

Am nächsten Morgen standen wir bei strahlendem Sonnenschein auf. Es war perfektes Wetter. Und natürlich ging unser erster Gang direkt nach Amsterdam. Ich war auf den ersten Blick verliebt in diese Stadt. Ich war noch nie in einer so großen Stadt und so war ich total fasziniert von den vielen Menschen und großen Häusern. Ja, wer viel rumkommt belächelt mich vielleicht jetzt, aber ich war wie verzaubert. Der Bahnhof vor dem gefühlte 1000 Fahrräder stehen, die kleinen Läden in denen man Käse und Holzschuhe kaufen kann und die vielen Brücken über die Grachten, einfach fantastisch.

Wir schlenderten Hand in Hand durch die Straßen bis wir zu einem Tretbootsverleih kamen und mieteten uns ein Boot mit dem wir auf den Grachten entlang „schipperten“. Dabei stellte sich heraus, dass ein Boot lenken ganz sicher nicht zu meinen Talenten gehört, denn zielsicher steuerte ich das Boot in die angelegten Boote der anderen. Er bekam glaube ich schon ein bisschen Angst und ließ mich lieber nicht mehr lenken. Vor allem da auf diesen Flüssen ja auch die großen „Schiffe“ fahren. Und wenn man da eine Frau ohne Talent lenken lässt könnte das wirklich böse ausgehen 😉

Es war fantastisch diese wunderbare Stadt vom Wasser aus zu sehen.  Durch diese kleinen Brücken hindurch, vorbei am Anne-Frank-Haus und den ganzen Sehenswürdigkeiten.

An den Flussufern standen lauter kleine Boote die den Bewohnern dort gehören und lauter Bäume am Flussufer deren Blätter sich langsam bunt färbten.

Nach dem Boot fahren waren wir hungrig und er meinte ich müsste die echten Holländischen Pommes essen und so holten wir uns eine große Portion und verdrückten sie am Rembrandtplain. Sehr beeindruckend diese großen Figuren dort. Wir saßen auf einem Mäuerchen und ich meinte zu ihm das es irgendwie in der ganzen Stadt komisch roch. Er begann lauthals zu lachen und meinte: „Gekifft hast du auch noch nicht oder?“ Nein – hatte ich nicht, woher sollte ich also wissen das dieser Geruch einfach Gras war.

„Komm wir gehen in einen Coffeeshop!“, meinte er. Ich war wirklich beeindruckt, wie dort eine ca 70-jährige Dame saß und ihren Joint rauchte. Ich hatte so etwas noch nicht vorher gesehen. Sind die Holländer vielleicht deshalb so tiefen entspannt?

So viele Eindrücke. Wir fuhren mit der Straßenbahn zurück zum Hotel um duschen zu gehen, denn er wollte mir unbedingt noch den Redlight District bei Nacht zeigen. Nachdem wir also geduscht hatten fuhren wir zurück in die Stadt. Am Rotlichtviertel angekommen, standen gleich zwei Polizisten die uns darauf hinwiesen das wir auf unsere Taschen aufpassen sollten. Er nahm meine Hand ganz fest und wir liefen los. Er wirkte sehr unsicher und als ich ihn fragte was denn los sei meinte er nur: „Ich hab nur ein bißchen Angst um dich, aber ich beschütze dich.“ Ach, wie süß von ihm, das rührte mich sehr.

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So etwas wie diese Rotlichtviertel habe ich noch nie gesehen. Ich war zwar schon auf der Reeperbahn, aber das hier überstieg sie um Welten. Lauter Frauen die in Schaufenstern saßen, reihten sich an Strippclub nach dem nächsten. Unter den Clubs ging es immer wieder in kleine Sex-Shops. Es war sehr beeindruckend und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir schlenderten einmal vor und zurück und gingen dann zurück ins Hotel.

Ich konnte gar nicht schlafen vor lauter tollen Eindrücken die ich an diesem Tag gewonnen hatte. Ich habe mich an diesem Tag nicht nur unsterblich in den Mann verliebt, sondern auch in diese Wunderschöne Stadt. Ich kann jedem nur empfehlen einmal dort hin zu reisen.

Der Mann und ich sind übrigens kein Paar mehr. Er fand dann, dass er mich zu sicher hat und das machte mich in seinen Augen unattraktiv. Aber die Erinnerungen an den Herbst in Amsterdam werde ich immer behalten.

Wenn ihr mehr von Christine und ihren Geschichten zum lachen, zum weinen oder einfach nur zum träumen lesen wollt, dann besucht sie mal auf: 1.000 schlechte Dates.


6 thoughts on “Ein Date in Amsterdam

  1. Kuno Antworten

    Ein schöner Beitrag, der sofort wieder die Lust auf’s gemütliche Schlendern durch die Gassen macht. Besonders die Grachtfahrten sind in den Niederlanden ja immer ein Highlight und Must-do. Unsere Nachbarn haben wirklich schöne Ecken, die es sich zu besuchen lohnt 🙂

    1. Maria Antworten

      Hallo Kuno,
      Amsterdam ist immer eine Reise wert, meiner Meinung nach 😉 Es kann Romantik, Abenteuer oder einfach nur Sightseeing auf dem Programm stehen, in Amsterdam geht irgendwie alles…
      Viele Grüße
      Maria

  2. Annika Antworten

    Ich war erst einmal in Amsterdam und zwar mit meinen Mädels ohne männliche Begleitung. Die Stadt ist einfach super, das schlendern in den kleinen Gassen, die schönen Grachten, Shopping in der City – für jefen ist was dabei.
    LG Annika

    1. Maria Antworten

      Genauso sehe ich das auch 😉 Besonders die Grachten haben es mir angetan. Sie sind wirklich etwas Besonderes… Shopping in Amsterdam war ich noch nie. Du bringst mich da auf eine Idee *hehe*
      Viele Grüße
      Maria

  3. Christian Antworten

    Dein Beitrag weckt Erinnerungen, denn ich bin vor über 15 Jahren mal für einen Tag in Amsterdam gewesen. Aber knappe 10 Stunden waren eindeutig zu wenig Zeit für Amsterdam.
    LG Christian

    1. Maria Antworten

      Hallo Christian,
      mein erster Besuch in Amsterdam war sogar noch kürzer als 10 Stunden – ich war exakt 5 Stunden in Amsterdam und jaha! Es war eindeutig zu wenig. Die Stadt hat soo viel zu bieten 😉
      Viele Grüße
      Maria

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